Die meisten Ausdauersportler trainieren relativ häufig im ähnlichen Bereich und bewegen sich gerne im Wohlfühlbereich, der meist im unteren GA2 Bereich liegt. Sollte mal lockeres oder hartes Training angesagt sein schwanken die Werte dann kaum mehr als um 10 % hin und her. Die Frage dabei ist aber, wie effektiv so ein Training ist. Grundsätzlich lässt sich zuerst einmal sagen, dass es im Training wichtig ist mit den Reizen möglichst stark zu variieren und dies sollte nicht nur über die Art der Einheit und die Ausführung sein, sondern hauptsächlich über das Tempo. Dabei sollten beide Pole, also der untere und der obere Trainingsbereich, in dem trainiert wird,  extrem genutzt werden, das heißt, die lockeren Grundlagentrainingseinheiten sollen dabei sehr langsam gelaufen werden wobei die schnellen Einheiten dann extrem schnell absolviert werden sollten. Der mittlere Bereich rund um die Schwelle sollte hierbei, neuen Studien zu folge, weitestgehend gemieden werden bzw. nur bei gezielten Einheiten eingesetzt werden. Dies hat den Grund, dass Schwellentraining im Verhältnis zu hochintensiven Intervallen über eine viel längere Dauer ausgeführt werden können und dadurch eine längere Erholung im Vergleich zu hochintensiven Einheiten erfordert. Zur genaueren Erklärung ein Beispiel:

Wir nehmen an, unser Athlet bewältigt die 10 km in 50 min und hat damit eine Schwelle von 5 min/km. Dadurch liegt der GA1 Bereich bei ca. 6:00-6:30 min/km. Der hochintensive WSA Bereich beginnt bei 4:50 min/km und schneller. Demnach würde sich für diesen Athleten empfehlen 80 % seines Trainings im Bereich von 6:00-6:30 min/km zu absolvieren, dabei wäre ein 60-minütiger Dauerlauf ein Beispiel. Auf der anderen Seite sollte er die anderen 20 % seines Trainings im Bereich von 4:50 min/km und schneller verbringen. Hierfür wäre ein Beispiel:

15 min Einlaufen – 6x(30 sec Vollgas und 30 sec Trabpause im Wechsel) – 8 min Trabpause – 6x(30 sec Vollgas und 30 sec Trabpause im Wechsel) – 15 min Auslaufen

 Trotzdem soll der Bereich der Schwelle und leicht über dem GA1 nicht verteufelt werden. Dieser kann trotzdem für spezielle Trainingseinheiten in der Wettkampfvorbereitung oder auch im Bereich der Kraftausdauer eingesetzt werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es bei Training auf verschiedene Trainingsreize ankommt und diese möglichst an beiden extremen auf der eine Seite sehr schnell und auf der anderen Seite sehr langsam ausgeführt werden sollte und der mittlere Bereich außer bei sehr spezifischen Einheiten gemieden werden sollte.