Wow, was für ein geiles Rennen! Ich hatte so ein super tolles Wochenende in der Schweiz und konnte meine Leistung endlich einmal zu großen Teilen abrufen! Zum Rennverlauf aber später mehr.

Wechselzone

Am Donnerstagabend ging es gegen 20 Uhr mit unserem Bus in Richtung Schweiz. Nach 3 h fahrt entschieden wir uns unterwegs zu übernachten und am nächsten Tag die verbleibenden 2,5 h zu fahren. Morgens um 9 Uhr waren wir dann am Start im schönen Vallée de Joux angekommen wo die Vorbereitung auf das Rennen schon in vollem Gange waren. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann gleich auf die Bikes, die Strecke besichtigen. Nachdem einige erfahrene Xterra Starter das Rennen in der Schweiz als einfach bezeichneten ging ich frohen Mutes auf die Strecke. Naja im Nachhinein stellte sich raus, dass die Strecke laut angaben anderer Starter im Gegensatz zu den letzten Jahren modifiziert und dadurch schwerer gemacht wurde. Gleich zu Anfang ging es einen technischen Trail hinunter und auf der anderen Seite auch wieder hinauf. Bisher aber alles gerade so im Limit für mich fahrbar. Anschließend geht es plötzlich mit gefüllten 30 % nach oben. Naja, absteigen und schieben, wie alle andere auch. Mein Gedanke, hoffentlich muss ich das Ding nicht wieder runter. Es kommt wie es kommen muss, im zurück muss man das Ding auch wieder hinunter.

Hier das steille Geröllfeld, welches in echt noch wesentlich steiler ist

Die Steilheit ist zwar das eine aber in Kombi mit den Geröllfeldern ist es was anderes. Das abfahren zeigt noch die ein oder andere haarige Stelle auf, die ich aber dank meines ausgiebigen Mental- und Techniktrainings der Letzen Wochen gut bewältigen kann, obwohl es mich schon ziemlich heraufordert! Dann wieder im zurück an der Steilen stelle. Und ich entscheide mich hier bewusst, voll in die Angst zu gehen und den Downhill wie später im Rennen gekonnt und souverän zu bewältigen! Danach geht es dann noch etwas bergan und dann zurück auf der Straße zum Bus. Am Bus angekommen heißt es erstmal nach einer Schlafmöglichkeit Ausschau zu halten. Da die naheliegenden Campingplätze schon alle ausgebucht waren entschieden wir uns auf einem Schotterparkplatz am Waldrand einer angrenzenden Firma zu übernachten, was sich im Nachhinein als Gold richtig herausstellt, da wir dort bis zum Rennstart am folge Tag um 14:05 im Schatten stehen bleiben konnten und den Weg zur Rennen (ca. 200 m) locker zu Fuß bewältigen konnten. Abends noch zum Briefing und Startunterlagen abholen, bevor es dann nach etwas chillen am See ins Bett geht. Am nächsten morgen gechillt ausschlafen und im Schatten chillen.

Im 12.30 ging es dann zum einrichten der Wechselzone bevor um 14:05 Uhr, 5 min nach den Profis der Start ertönte. Aufgrund der Hitze und der Wassertemperatur gab es dieses Mal Neo-Verbot. Trotzt meiner guten Startposition in zweiter Reihe verpasste ich dieses Mal meinen perfekten Start und kam erst nach gut 200 m in meinen Rhythmus. Ich einschloss mich dieses Mal deutlich langsamer und gechillter zu Schwimmen, um mir die Könner bei dieser brutalen Hitze zu sparen. Naja, am Ende des Schwimmens zeigt die Uhr über 25 min an, was im Nachhinein über 4 min langsamer als die schnellste Schwimmzeit war. Naja, diesmal wars wohl etwas zu ruhig angegangen, das zeigt sich auch schon daher, dass mein Trizeps das erste Mal bei einem Triathlon nicht brannte. Was solls, Vollgas geben und weiter. Der erste Wechsel läuft super und ich habe am Ende die 7.  Schnellste Wechselzeit zu verbuchen, exzellent! Auf dem Rad läuft dieses Mal alles komplett nach Plan, ich fahre dabei alles, außer eben den besagten Anstieg welchen alle andere auch schieben müssen. Auf der Radstrecke verhalte ich mich bewusst ruhig, um mir etwas Körner für Laufen zu sparen! In der ersten Runde lasse ich dabei einige Konkurrenten ziehen, die ich in der zweiten Runde wieder locker einhole. Meine Leistung beläuft sich auf 240 W NP was genau meiner Vorstellung entsprach. Auch wenn ich hier nicht explizit von den schweren Stellen wie in den anderen beiden Rennen berichte, hat es die Strecke sowohl von der technischen als auch von der konditionellen Schwierigkeit voll in sich! Definitiv nicht zu unterschätzen, nur für mich dieses Mal subjektiv wesentlich einfacher, da ich die letzten 3 Wochen einfach an meinen Defiziten gearbeitet habe.

Nach 1:33 h steige ich vom Rad in die Laufschuhe und Laufe die ersten beiden km im 4:25 min/km trotz leichter Trails souverän an und überhole dabei noch weitere andere Sportler. Bis kurz nach der ersten Verpflegung stelle ist auch noch alles gut und die Beine fühlen sich super an. Nur dann geht es plötzlich ca. 1 km nur sehr steil einen Trail bergan……. Was solls einfach kontinuierlich weiter gehen. Oben angekommen geht es wellig weiter bevor es links vorbei über eine Wiesen Trail Schräg bergab geht. Unten angekommen geht es noch etwas auf Schotter und Wiesenwege bis zur Wettkampfareal wo die Uhr dann nach der ersten Runde 5,6 anstatt 5 km anzeigt. Naja, nochmals gut Wasser über den Kopf schütten und ab in die zweite Runde, welche dann zwar ähnlich verläuft, aber dennoch deutlich härter ist, da auch mir die Hitze langsam zu Kopfe steigt. Trotzdem bewältige ich diese 2. Runde auch noch souverän und finishe nach 3:03 h glücklich meine 3. Xterra dieses Jahr und freue mich Vollkommen über mich selbst hinaus gewachsen zu sein und einfach alles gefahren zu sein

Fazit: Der Xterra Schweiz ist und absolut geiler Wettkampf, der keine Wünsche offenlässt und absolut zu empfehlen ist, wenn mein Fit auf dem MTB ist und schon einige Zeit Triathlon Erfahrung hat. Ich werde nächstes Jahr ganz sicher wieder am Start stehen.  

Ergebnisse

Schwim: 25:50 min (44. AG Men)

T1: 00:47 min (7. AG Men)

Bike: 01:32 min (129. AG Men)

T2: 01:01 min (60. AG Men)

Run: 01:02 h (68. AG Men)

Gesamt: 03:03 min (82. AG Men)