Was ein geiles Wochenende mit alten und neuen Freunden! Xterra France gilt nicht umsonst als das RENNEN der Xterra Serie. Was eine super Organisation aber auch einen sehr selektiven Race-Cours beinhaltet. Dazu aber später mehr.

Am Freitagabend ging es dann los in Richtung Frankreich, genauer gesagt nach Xounrupt-Longemer in den hoch gelegenen Vogesen. Gegen 23:30 waren wir am Wettkampfort angekommen und es hieß auch gleich mal ins Bett, sodass wir Fit für das Rennen sind. Nachdem wir gut ausgeschlafen hatten, ging es mit dem Auto zum Wettkampfort wo schon von weitem ersichtlich war, was ein gigantisches Event auf uns wartet. Nachdem wir am nahegelegenen Campingplatz eingecheckt hatten, ging es dann mal die Bike-Strecke abfahren. Ich rechnete schon mit dem aller schlimmsten, was mir andere Athleten im Vorfeld erzählt hatten.

Naja, so schlimm wars auf den ersten Blick nicht, hauptsächlich mega geil! Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Downhills alle definitiv anspruchsvoll waren aber dennoch alle fahrbar und mit viel Spaß verbunden waren. Uphill sah die Geschichte ganz anders aus. Hier war es speziell die ersten 8 km der 21 km langen Strecke (die 2-mal gefahren werden musste) extrem anspruchsvoll, teils nur extrem am Limit zu fahren. Alles in allem aber ein extrem anspruchsvoller Kurs, a wegen der Länge und den Höhenmetern, b wegen den Steilen Uphills und c, da es kaum bis keine Möglichkeit gab sich auch nur mal 2 min zu erholen und die Beine hängen zu lassen.

Unten angekommen, nach 1:40 h Nettofahrzeit, ging es erstmal entspannt Duschen, bevor wir uns mit Jörg am See zum Chillen und später zu gemeinsamen Pasta Party trafen. Hier noch ein ganz großes Lob an den Veranstalter, welcher ein richtig tolles Menü für uns zauberte! Ganz weit weg von dem was man sonst auf Pasta Partys erlebet, Stichwort Pappteller und trocken Nudeln. Abends dann schon früh ins Bett und dann bis 9 Uhr am morgen ausschlafen.

Nach einem entspannten Frühstück geht es dann auf 12 Uhr zum Check-In und auf 13 Uhr zum Start wo dann gechillt eingeschwommen wird. Ich fühle mich in diesem Moment im Wasser extrem wohl und gut und denke mir, dass es mein Tag werden könnte, Pustekuchen wie es sich im Nachhinein erweist. Nach dem Einschwimmen erwische ich einen Platz in der ersten Reihe bei dem über 800 Man starkem Starterfeld. Ca. 5 min nach den Profis Erfolgt dann unser Start. Ich erwische eine phänomenalen Start! Und komme nach den ersten ca. 100 m Schlägerei richtig gut weg und ergattere mir durch hartes vllt. zu hartes anschwimmen einen Platz ganz vorne im Feld. Nach ca. 5 min wird es mir Plötzlich ziemlich schwindelig und ich bekommen den ersten Brechreiz…. Kurz darauf ein paar Züge Brust und ich übergebe mich das erste Mal, sehr ungünstig. Nach einigen Metern komme ich wieder in meinen Rhythmus und fülle mich wieder „super“. Nach der zweiten Boje, dann also auf dem Rückweg ziehe ich das Tempo wieder an und versuche wieder Plätze gut zu machen, das gelingt mir dann auch ziemlich gut bevor ich mich ein zweites mal übergeben muss…. Irgendwann schaffe ich auch mit einem ziemlich üblen Gefühl nach knapp 25 min ans Land. Auf dem Weg in die Wechselzone wird es mir immer übler. Ich entschließe mich trotzdem eines kurzen Gedankens auszusteigen wenigstens aufs Rad zu Wechseln und es zu versuchen.

Diese Entscheidung erweist sich als richtig und ich komme langsam wieder in Fahrt und kann die erste Radrunde super bewältigen. Das einzige was mir aber nie gut tut ist Wasser und Gels. Ich Zwinge mich diese zu mir zu nehmen, aber irgendwie kommt eben nix in der Muskulatur an. Das zeigt sich dann an der zweiten Runde. Allein der erste Anstiegt zieht schon richtig rein! Die Folgenden tuen das übrige…. Oben angekommen zeigt sich schon wieder sehr ich am Ende angekommen bin. Ich kann mich kaum mehr auf dem Bike halten und mir wird von den Streckenposten geraten das Rennen zu beenden. Naja, da ich sowieso runter an den Start muss, kann ich das Ding auch noch normal beenden.

Ziemlich in Trance, dafür aber verdammt schnell geht es für mich dann nach unten. Wobei es nur die Tendenz beschriebt. Auch der zweite Teil der Strecke hat einige Uphills zu bieten, die in diesem Zustand wie Riesige Berge wirken. Naja, bis auf einen heftigen Sturz vor mir komme ich heil runter und wechsle mehr oder minder Fit in die Laufschuhe. Und hier kommt dann der Man mit dem Hammer in seiner extremsten Form, es geht nichts mehr, gar nichts mehr! Die ersten Meter flach kann ich gerade noch im 5 er Schnitt bewältigen. Uphills und auf den Trails ist mehr gehen als sonst etwas anderes angesagt. Es zieht sich ewig bergauf und langsam wird es mir bei über 20 C und Sonnenschein echt kalt und das Bergauf, kein gutes Zeichen. Irgendwann schaffe es nach einer gefühlten Ewigkeit zur Verpflegung wo ich mir sofort 2 Becher Cola nehme und pausiere. Hier kommen auch schon die Streckenposten auf mich zu und empfehlen mir dringend das Rennen zu beenden bzw. wollen mich aus dem Rennen nehmen. So etwas gibt’s es bei mit nicht und ich laufe/gehe weiter. Den letzten Downhill der zweiten Runde unten angekommen zeigt die Cola ihre volle Wirkung und es geht so langsam wieder und ich überhole wieder einige Athleten. Mit dieser Kraft bewältige ich die erste Runde und komme in der zweiten Runde echt wieder in den Tritt und kann nazu alles laufend bewältigen.

Nach 4:13 h komme ich überglücklich durchgehalten zu haben ins Ziel und verpflege mich erstmal ordentlich mit gefühlt 3 L Cola und warte bis Nadine auch ins Ziel kommt. Danach geht noch gemeinsam mit Jörg und Nadine etwas Essen bevor wir dann abends die Heimreise antreten.

Fazit: Xterra France ist absolut der Hammer, super organisiert und echt großartig gemacht! Es hat mir wieder einmal so viel Freude gemacht hier zu starten und ich konnte dabei einfach so viel über mich und eben meine Potentiale lernen, sodass ich beim nächsten Rennen, dass einen ähnlich hohen quäl Faktor mitbringen wird am Start stehen werde. Ich freue mich schon auf die kommenden Herausforderungen.
Ergebnisse:
Swim: 24:57 min (81.)
T1: 2:24 min (346.)
Bike: 2:41 h (355.)
T2: 1:23 min (252.)
Run: 1:03 h (300.)
Gesamt: 4:13 h (279. /AK. 29.)